Christa und Max haben JA gesagt. Was sie alles erlebt haben und wie sie den Hochzeitstag wahrgenommen haben, schildern sie uns heute in einem ausführlichen ersten Bericht der neuen Serie Echte Hochzeitsgeschichten. Von der Hochzeitsplanung bis zum grossen Tag.

Wir haben die Hochzeitsplanungsphase sehr genossen. Die vielen Stunden mit unserem Komitee waren toll. Es ist einfach atemberaubend wieviel Zeit unsere Liebsten für uns eingesetzt haben. Vom Basteln über Locations ansehen, hin zu Sitzungsabenden, Telefonaten und stundenlanges Zuhören.  Auch so viele andere Menschen haben sich für uns ins Zeug gelegt. Die Vereine haben unser Haus ganz „süss“-verunstaltet und viel Zeit dafür aufgewendet. Wir beide hatten ein unglaublich geiles Polterweekend. Max konnte mit seinen Jungs nach Hamburg und Christa nach Barcelona fliegen. Bei Max gabs zwei coole Partynächte, eine Hafenrundfahrt und super feines Essen und ich habe mit meinen Freundinnen Yoga am Strand gemacht, Tapas verschlungen und eine Disco mit unzähligen Floors besucht. Wie gesagt: Geil!

Wir hatten kein Hochzeitsthema per se aber wir wollten es einfach, rustikal und natürlich. Grundsätzlich lieben wir beide die Natur. Daher wollten wir auf einer Wiese mit Aussicht heiraten aber es sollte auch eine Location sein, die halbwegs zentral liegt. So hat eines das andere ergeben und wir landeten zwischen Boho und Industriestyle. Dazu noch später.

Das Getting Ready

Am Morgen habe ich mich mit meiner Trauzeugin, der Tafelmajorin und einer sehr engen Freundin zu Hause in Liestal  getroffen. Bei einem wundervollen Frühstück mit Gesprächen und Freudentränen, sowie einem Besuch unserer Fotografin Tabitha Roth haben wir uns zurecht gemacht.

Auch Max hat sich bei seinen Eltern Zuhause fertig gemacht und wurde von seinen beiden Brüdern und seinem Vater unterstützt.

Das richtige Brautkleid finden

Ich konnte mich einfach nicht für ein Kleid entscheiden. Auch beim zweiten und dritten nicht. Mir wurde schnell bewusst, dass ich so nicht mein Traumkleid finden werde. Am liebsten wäre mir ein Mix aus den bereits gesehen Kleidern gewesen und bevorzugt eines,  dass nicht teurer als mein erstes Auto war. ;) Kreativität war also gefragt.

Ich habe mir diverse Spitzenstoffe bestellt und zeichnete eine Mischung aus drei Kleidern und bestellte letztendlich bei der Schneiderin meines Vertrauens ein massgefertigtes Kleid. Das war die beste Idee und ich fühlte mich vollends wohl.

Trauung im Stall – sag niemals nie

Unsere Trauung fand im Bauernhof statt. Auf diesem Hof ist mein Grossvater aufgewachsen. Wir waren uns stets sehr nahe und daher hat dieser Ort eine ganz besondere Bedeutung für mich. Wenn mir jemand vor Jahren gesagt hätte, dass ich einmal in einem Stall heiraten werde, hätte ich vermutlich nur ungläubig gelacht aber die Trauung im Stall war ein Highlight des Tages. Einfach wundervoll. Eigentlich haben wir uns die Trauung auf einer Wiese in der Waldlichtung vorgestellt aber leider hat uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Unsere Songs bei der Zeremonie waren „Ich kenne nichts“, „Applaus Applaus“ und „When love takes over“.

Unsere Eheringe sind richtig nachhaltig – denn es sind die Eheringe von meinen Grosseltern, ein Erbstück. Max liess sich den Gelbgoldring um einen Weissgoldring verbreitern. Ich trage das Original.♥

Hochzeitsideen für kreative Brautpaare

Da wir beide gerne reisen, bastelten wir im Vorfeld eine Weltkarte auf einem Holzbrett. Nun konnten alle Gäste auf der Weltkarte eine Nadel setzten. Beim Apéro und am Abend lag ein Album auf, bei welchem der Ort der Stecknadel beschrieben werden konnte. Das Ganze wurde begleitet von Helen Pfaff mit dem wundervollen Lied „Lieblingsmensch“.

Das Ziel ist, dass wir all diese Orte während unserer Ehe besuchen.

Als Überraschung durften wir Alphorn blasen und anschliessend in einem wundervollen Oldtimer zum Abendprogramm fahren.

In der coolen Abendlocation angekommen, checkten wir zuerst, ob alles am rechten Fleck stand. Ich schmeckte die kalte Suppe ab, Max unterhielt sich mit dem Oldtimer-Fahrer über den in der Halle stehenden alten VW-Bus – auch ein super cooler Oldtimer. Der Bus stand sinnbildlich für unsere Reisen als Dekorationsgegenstand in der schönen Industriehalle.

2. Brautpaarshooting – Industrial Chic

Das Abendprogramm

Abends in der schönen Industriehalle wollten wir Essen aus verschiedenen Kulturen anbieten und zum Schluss eine ordentliche Party mit viel Tanz feiern. So haben wir es dann auch gemacht.

Um 19:00 Uhr startete die Vorspeise – ein selbstgemachtes Gazpacho. Die Pfadfinder, unsere super Helfer, servierten die Suppe. Anschliessend folgte unsere Überraschung für alle: die Guggenmusik Laternenschränzer rockten für 30 Minuten die Halle- es war so cool! Zum Abschluss erhielt ich die Aufgabe den Major zu übernehmen und Max stand an der Pauke. Er meisterte sich nicht schlecht. Es folgte die Rede des Bräutigam Vaters und ein Dank des Brautpaares an alle Helfer. Das Buffet wurde anschliessend eröffnet. Die Wahl zwischen thailändischen Spezialitäten und syrischen Köstlichkeiten fiel schwer. Die Gäste erzählten uns anschliessend, dass sie bis zu 3 Mal am Buffet standen. Das hört man immer gern. Nach dem Essen gab es eine Rede von meiner Schwiegermutter. Das war mal was Erfrischendes, dass niemand kannte. Ein echt cooler Input – so persönlich auf die Braut bezogen und zudem hinterlegt mit recherchierten Fakten, zur Thematik, warum die Beziehung zur Schwiegermutter so schwierig ist. Jeweils zur vollen Stund gabs ein Input der Chnoblauchfrässer, meinem Fasnachtsverein.

Anschliessend haben wir die Tanzfläche eröffnet. Zuerst ein klassischer Walzer, gefolgt von ein paar Schritten zum Macarena-Song, YMCA-Song, Let’s Twist Again-Song, etwas Rock’n Roll und einige DiscoFox-Figuren zu I’m so excited.

Um 06:15 Uhr fielen wir todmüde aber überglücklich ins Bett und um 09:15 Uhr waren wir wieder hellwach und starteten schon bald mit den Aufräumarbeiten. Aber auch die haben Spass gemacht mit unserem coolen Team. Das gehört einfach dazu. Die ganzen Vor- und Nachbereitungen sind ein sehr grosser Teil der Hochzeit und waren genauso wunderbar wie der grosse Tag.

Liebe Christa, Lieber Max: Wenn ihr einem anderen Brautpaar einen Rat geben könnten, welcher wäre das?

Auf das Bauchgefühl hören und dieses Gefühl ernst nehmen. Eine gute Planung und das vorzeitige Miteinbeziehen der Mitorganisatoren/innen (Tafelmajor, Trauzeugen) ist sehr entlastend. Bei diesen Personen ein Team zusammenzustellen, welches vielseitige Kompetenzen hat und interessiert ist, wirkt sich sehr positiv auf alles aus. Vertrauen zu haben und wenn was schief geht, einfach darüber weg zu sehen. Es wird ganz bestimmt was schief gehen aber der Tag ist dennoch einfach perfekt.

Diese Dienstleister haben uns unterstützt

Fotografin Tabitha Roth
Floristin: Blütetraum
Friseur | Visagist: Atelier Lareida
Piadina: www.luigis-piadina.ch
Glace www.leonardocompany.ch
Barista https://www.michelaeschbacher.ch/

Zeremonie: Hof Hoggen Reigoldswil 
Location Tonwerk-Studios

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