Das war die London Bridal Fashion Week 2019

24.3. London Heathrow. Gerade von Paris kommend gelandet, laufe ich zum Heathrow Express, um den schnellsten Weg in die Stadt zu nehmen. Kann ich übrigens jedem empfehlen, der keine Stunde in der Tube vergeuden will. 22 Pfund one way ist zwar kein Pappestiel aber dafür in 17 Minuten in Paddington. Danach geht’s direkt weiter zum Excel Convention Center, das leider in den Docklands liegt sprich Zone 3. Das wird noch etwas dauern. Zum Glück ist es Sonntag und es ist relativ wenig los. Ich checke ein und lasse mein ganzes Gepäck im Press Room liegen, der aussieht als wären 2 Bomben zugleich abgegangen. ÜBerall Taschen, Koffer, Equipment, Wasserflaschen etc… Ein kreatives Chaos.

Am Eingang steht ein London Cab in stylishem Wedding White gefärbt und einer fabulösen Blumendeko. Das ist aber auch die einzige wirklich herausragende Deko, die ich entdecken kann. Leider ist die Halle etwas langweilig im Grossen und Ganzen ist sie eher zweckmässig dekoriert. Kein Vergleich zu Barcelona Bridal Fashion Week 2018.

Es gibt einen VIP Bereich, der für Presse und ausländische Buyer zugägnlich ist, was sehr praktisch ist. Hier kann man sich nicht nur etwas erholen und auch netzwerken es gibt auch Kaffee und Wasser und zu Mittag etwas zu essen. Obwohl man erwähnen muss, dass die Schlangen zur Lunchtime so lange sind, dass ich mir draussen im Convention Center etwas hole.

Preview Show

Die erste Show ist eine Mischung von mir unbekannten Labels. Leider war ich auch ein wenig zu spät dran und konnte die Namen der Designer auch  nicht mehr erfassen deshalb nur ein paar visuelle Impressionen.

Wie auch schon 2018 ist das Cape noch immer en vogue. Ich finde es vorallem für kirchliche HOchzeiten ein schönes Accessoire. Achtet nur, dass man es entfernen kann.

Rara Avis habe ich bereits auf meinem Blog vorgestellt. Die Brand aus Weissrussland ist mit einer frischen und innovativen Kollektion aufgefallen. Von Metallics bis zu zarten und bunten Stickereien, war ich positiv überrascht. Ein schöne Verarbeitung und wirklich mal etwas anderes. Schaut mal rein und entdeckt aussergewöhnliche Kleider von Rara Avis.

Die letzte Show des Abends ist ein privater Event. By invitation only.

Zum Glück habe ich auch eine erhalten. Justin Alexander Group stellt für seine verschiedenen Labels die Brautmode 2020 vor. Da ich live gestreamt habe, konnte ich nur ein paar der Kleider für euch am Laufsteg fotografieren aber ein ausführlicher Bericht kommt demnächst auf den Blog.

Dass Meghan Markle eine Stilikone sein würde, haben wir von Beginn ihrer Verlobung mit Prinz Harry geahnt. Dass ihr Brautkleid viele Designer inspirieren würde, war wohl auch jedem Modebanausen klar. Wie sehr sie die Brautmode beeinflusst hat, merkt man an den vielen schlichten Linien und Bateau & Carmen Ausschnitten, die es für 2020 zu sehen gibt.

Auch farbige Brautkleider sind wieder zu sehen.

Keine grossen Roben zieren den Catwalk sondern viel fliessende Stoffe, zarte Spitzeapplikationen und viel durchsichtiger Tüll. Alles in allem wird es wieder etwas ruhiger und nicht so pompös wie in den letzten Jahren.

Leistbare Bridal Couture

Zac by Zac Posen hat seine Weltpremiere in London gefeiert. Der Couturier der Reichen und Schönen ist von den Red Carpets dieser Welt wohl nicht mehr wegzudenken aber eine eigene Brautkollektion gab es bisher nicht. Damit ist jetzt Schluss denn eine kleine aber feine Brautkollektion wurde erstmals in London vorgestellt. Die Verarbeitung der Kleider zeugt von einer hohen Handwerkskunst und von schlichten bis extravaganten Schnitten ist hier für die modebewusste Braut etwas zu finden. Ich fand vorallem die verwendeten Materialien faszinierend. Ein Genuss sie anzufassen und sie im Licht schimmern zu sehen.

Wie so ein Brautkleideinkaufstour für einen Bridal Buyer aussieht, konnte ich mit Sevim Taylan von Brautzimmer in Salzburg hautnah miterleben. Man braucht nicht nur viel Erfahrung sondern auch ein gewisses Trendgespür die richtigen Brautkleider für sein geografisches Gebiet zu finden. Schliesslich hat jede Region so seine Vorlieben. Während in Ost- und Südeuropa Brautkleider immer sehr sexy und gewagt sind, tragen Mitteleuropäerinnen im Vergleich eher klassisch-konservative Mode. Der italienische Brautmodenmarkt unterscheidet sich auch deutlich vom spanischen und englischen. Deshalb braucht es etwas Fingerspitzengefühl den richtigen Mix für seine Bräute zu finden.

Ich habe auch viele kurze Brautkleider mit Pettiecoats entdeckt. Die schönsten gibt es bei House of Mooshkie.

No Comments Yet

Comments are closed