Musik für die Trauung – Die besten Tipps für die Auswahl

Musik ist ein wichtiger Bestandteil für viele Trauungen, ob kirchlich oder frei. Nichts transportiert Emotionen so intensiv und verbindet Menschen so mühelos, wie Musik. Kein Wunder, tun sich viele Brautpaare mit der Wahl ihrer Musiker und ihrer Hochzeitssongs so schwer. Diese Tipps machen euch die Entscheidung hoffentlich etwas einfacher.

Ist Livemusik wirklich nötig?

Es kann verlockend sein, sich das Geld für professionelle Sängerinnen oder Gitarristen zu sparen und Musik ab Konserve abzuspielen. Wenn Livemusik aus finanziellen oder organisatorischen Gründen nicht möglich ist, bleibt nur der Griff zum Lautsprecher – wie praktisch, dass ich als Traurednerin immer einen dabei habe. Aber Achtung: Zum Ein- und Auszug kann ein Song ab Band ganz gut wirken, aber während der Trauung rate ich davon ab. Der Unterbruch der Trauung mit einem Lied aus dem Lautsprecher wirkt schnell wie eine Pause – ich warte noch auf den Moment, in dem ein Gast aufsteht und eine Pipipause einlegt oder sich ein Bier holt.

Ihr wollt ruhig schlafen? Bucht Profis!

In eine ähnliche Richtung zielt die Frage, ob es zwingend professionelle Künstler für den musikalischen Beitrag braucht. In der Tat gibt die Performance eines Gastes aus dem Familien- oder Freundeskreis einer Trauung eine ganz persönliche Note. Beiträge von Laien müssen nicht perfekt sein – aber ein gewisses Talent sollte schon vorhanden sein. Wer auf Nummer sicher gehen will, bucht einen Profi. Am besten jemanden, den ihr schon mal selber live gehört habt oder der euch empfohlen wurde. Ich empfehle übrigens im Normalfall drei bis vier Songs: einen zum Einzug, einen zum Auszug und ein bis zwei während der Trauung. Weniger geht meistens, mehr wirkt schnell mehr wie ein Konzert als eine Hochzeit.

Seid kreativ bei der Auswahl eurer Songs

Die Auswahl der Lieder für eine Trauung stellt viele meiner Brautpaare vor eine schwere Entscheidung. Schön romantisch sollen sie sein, gleichzeitig tiefgründig, nicht schon hundert Mal gehört und individuell, natürlich muss der Text passen UND sie sollen sowohl Braut wie Bräutigam gefallen. Dazu habe ich folgende Gedankenanstösse:

  • Wählt Songs, die euch etwas bedeuten. Welches Lied lief während eures ersten Kusses oder während der gemeinsamen ersten Ferien?
  • Falls ihr nicht „euer Lied“ habt, macht euch keine Gedanken. Wählt Songs, die euch einfach gefallen – nicht alles an eurer Hochzeit muss extrem viel versteckte Bedeutung haben.
  • Das gilt auch für die Songtexte: „Highway to Hell“ könnte die Gäste verstören, aber nicht jedes einzelne Wort muss auf euch zutreffen. 99% hören sowieso nicht so genau auf den Inhalt.
  • Traut euch was. Ich hatte schon eine wunderschöne und stilvolle Trauung mit einer Live-Darbietung von Drakes „One Dance“ – das funktioniert, wenn ihr Profis an Bord habt. Auszug zu einem Salsa-Song? Check. Die Trauung mit Metallicas „Nothing Else Matters“ einleiten? Ein fantastischer Song. Wählt, was zu euch passt!
  • Wenn „euer“ Song kein romantisches Liebeslied ist, sondern ein House-Kracher, bitte nicht verzweifeln: Viele Songs gibt es z.B. auf Youtube oder Spotify auch in sanften Coverversionen. So haben es übrigens mein Mann und ich gemacht: Unser Hochzeitstanz war „Cinema“ von Benni Benassi, eingeleitet von der mega schönen Akustikversion von Jason Evigan. Hört mal rein!

Und der heisseste Tipp zum Schluss: Ich sammle die Songs, die meine Brautpaare für ihre Trauungen gewählt haben, in einer Spotify-Liste, die ich laufend aktualisiere. Hört rein und lasst euch inspirieren!