Praktische Tipps für die Hochzeitsplanung

Wer eine Hochzeit plant, vor allem die eigene, ist dankbar, Empfehlungen zu erhalten und auch solche, was ehemalige Bräute mit dem heutigen Wissen nicht mehr oder anders machen würden.  

Wir zeigen dir 10 praktische Tipps für die Hochzeitsplanung wie du Geld und Nerven sparen kannst. Basierend auf einer Umfrage, die ich für euch unter meinen bisherigen Paaren gesammelt habe. Los geht’s!

 

Lieber im kleinen Rahmen feiern 

Da die aktuellen Covid-19 Verordnungen ein grosses Thema sind, werden wohl die grossen Feste mit +100 Personen nicht mehr so schnell stattfinden.  

Ihr als Brautpaar und Gastgeber müsst euch somit die Gäste sehr genau aussuchen. Das ist eine sehr heikle Angelegenheit und kann auch auf Unverständnis stossen. Seid vorbereitet und selbstbewusst genug, eure Wünsche zu vertreten und nur eure engsten und wichtigsten Liebsten einzuladen.

Mit den geringeren «pro Kopf» Ausgaben schont ihr ebenfalls euren Geldbeutel und könnt dafür mehr Wert auf Tischdekoration legen oder dafür eine «After Wedding Party» für die Bekannten und weiteren, etwas entfernteren, Familienmitglieder schmeissen.  Weitere Vorteile einer sogenannten «Tiny Wedding» (15-30 Personen) ist, dass ihr euch mit einem geringeren Planungs- und Vorbereitungsaufwand konfrontieren müsst.  

Ebenso habt ihr am Hochzeitstag mehr Zeit für eure Gäste für ausführliche Gespräche und somit auch mehr «Quality Time» und hoffentlich weniger Stress. Mit wenigen Gästen seid ihr viel flexibler – sei es eine coole Location zu finden oder spontan Plan B für Regenwetter.  

 

(K)Eine Kindernanny für (viele) Kinder buchen 

So sind auch die kleinen Gäste beschäftigt, erleben hoffentlich vieles tolles (Besuch im Zoo, in der hauseigenen Küche und gemeinsam backen, Kinderschminken, Clown-Show, auf einer Hüpfburg springen, basteln, etc.) und erzählen noch Jahre später davon.  

Wenn sie etwas schönes erleben, kann so ein «langweiliger» Hochzeitstag aus Sicht der Kinder ganz schnell vorbei gehen.  Ihr könnt die Organisation, das Programm und Koordination in gute Hände legen und dennoch sicher sein, dass die kleinen gut versorgt sind. Das sorgt für etwas Entspannung bei den Eltern, die somit die Chance haben, mit euch anzustossen und zu plaudern.  

Weitere Ideen dazu findet ihr hier.

Getting-Ready-Location, Trauung und Party-Location zu weit weg voneinander entfernt planen

Es könnte ja jemand unterwegs verloren gehen oder ein unvorhergesehener Unfall/ Stau passieren und schon ist der Ablauf hinfällig, alles verspätet sich und schafft unnötige Unruhe und Stress.  

Beachtet dies beim Planen. Denkt daran, dass man evtl. einen Parkplatz suchen muss, das Billet lösen muss, an einem Samstag auch andere Personen/Autos (auf der Autobahn, im Stadtzentrum) unterwegs sind.  

 

Zu straffer Tagesablauf – lieber gut und ausreichend planen und an alle wichtigen Personen kommunizieren 

Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn die Trauzeugen und Eltern nicht entsprechend informiert sind und handeln können.  

Recherchiert die entsprechenden Fahrwege und packt dazu nochmals 5-10 Minuten drauf. Wo ist das nächste Parkhaus und wie weit ist das zu Fuss entfernt?  Wer hat vom Chauffeur die Handy Nummer, wenn eine Handtasche im Car liegen bleibt? Generell: Was passiert wann und wo?  

Nehmt euch die Zeit vor dem Fest und brieft eure engsten Personen in dem ihr Kontaktlisten, Aufgaben sowie den Tagesablauf verteilt – und als Sicherheit nochmals alles per Mail, so dass es alle auf’m Handy haben zum Nachlesen.  

 

Zum Styling fahren statt den Stylisten zu sich bestellen  

So spart ihr euch nicht nur Nerven, wertvolle Zeit oder eine teure Parkbusse (vor allem da, wo man sich nicht auskennt), sondern habt sogar noch hübsche Fotos von eurem «Getting Ready» in einem tollen Hotelzimmer oder Räumlichkeit. Ebenso könnt ihr (hoffentlich) etwas länger schlafen und frühstücken (ganz wichtig!).  

Ich habe das meiner Destination Wedding gemacht und fand es ganz toll. Die Stylistin hatte alles dabei, sogar den daheim liegen gelassenen Rasierer für meinen Mann. Zum Glück war sie so flexibel, dass sie morgens um 6 Uhr schon bei mir war. Also absolut Gold wert.  

Ebenso gibt es einem Gefühl, etwas ganz Besonderes zu sein (was ja definitiv so ist). Beim Coiffeur geht das Gefühl vielleicht unter, da man gestresst ankommt und ganz sicher daheim etwas für den Termin vergessen hat.  

Zu viele Süssigkeiten anbieten – weniger ist mehr!

Dessert als Teil des Menüs anbieten. Hochzeitstorte und Candy Bar, die natürlich immer frisch und voll aufgefüllt sein soll, ergibt garantiert einen Zuckerschock für alle.

Ich empfehle daher, die Hochzeitstorte als Dessert anzubieten und plant mit etwas weniger. Noch nie habe ich erlebt, dass die ganze (!) Hochzeitstorte am Hochzeitstag aufgegessen wurde.

Spart nicht am Ambiente und an der Tischdekoration 

Ganz allgemein gefragt: auf was schauen die Gäste den meisten Abend, auch während des Essenens? Ja genau, auf den Tisch und dieser erfreut alle, wenn dieser passend und hübsch vorbereitet ist.  

Man erinnert sich nicht nur an das Essen, die Sitznachbarn und die Stimmung, sondern auch ob man sich wohl gefühlt hat. Ein schön vorbereitetes Ambiente mit Lichterketten, Kerzen, Blumen, Schildern/Wegweisern, Tüchern, etc. kann schon vieles erreichen. Bitte übertreibt es nicht, verliert euch nicht zu sehr in den Details, denn die Dekoration ist ebenso davon abhängig, ob und was die Location bereits zu bieten hat. 

Achtung bei Streuartikeln und Kerzen mit Kleinkindern/Babies 

 

Luftballone steigen lassen (eine Umweltsünde und Verschwendung!) 

Wofür so viel Geld ausgeben für Luftballone, Bänder, Miete Heliumflasche inkl. Organisation der Abholung und Rückgabe und wer hat Zeit diese entsprechend heimlich aufzublasen/vorzubereiten? Die Trauzeugen und Eltern sicher nicht.  

Umweltfreundliche und wertvollere Lösungen habe ich für euch hier gesammelt: Schont nebenbei die Luft, Tiere und Erde. Wer will das nicht?!

 

Nicht am Fotografen und Videografen sparen 

Was bleibt euch und euren Gästen nach einer Hochzeit übrig? Nicht nur die Erinnerungen im Herzen sondern eben auch die (wertvollen) Fotos und Videoaufnahmen.  Vielleicht habt ihr Grosseltern, Freunde, Verwandte, wo man nicht weiss, wie lange diese noch unter uns sind. Ich bin dankbar, dass meine zwei Omi’s noch meine Hochzeit miterleben durften. Umso wertvoller sind für mich die Fotos, wo wir zusammen zu sehen sind.  

Und bitte bucht keinen Landschafts-Hobby-Fotografen (nicht persönlich nehmen), sondern einen erfahrenen Experten. Der Job eines Hochzeitsfotografs ist nicht zu unterschätzen und ist sehr anspruchsvoll.  

 

(kein) Programm am Tag nach der Hochzeit 

Übermüdet, verkatert und wahrscheinlich recht unentspannt, da man noch so viel zu tun hat. Auto(s) beladen mit Dekoration, Hochzeitsoutfits, Geschenken, sonstigen (Miet-) Material und vielem mehr.  Auch wenn einige wichtige Verwandte vielleicht von weit weg angereist sind, empfehle ich kein Programm zu haben. Mit der Ankunft zu Hause ist man (meistens) wieder in der Realität angekommen, das mitgebrachte Zeug mit ausgeladen werden, sortiert werden, die Geschenke begutachtet werden und so weiter. 

Ach ja – wenn ihr jemanden euren Schlüssel gegeben habt, kann sein, dass euer Haus/eure Wohnung noch entsprechend “neu dekoriert” wurde. Es kann sein, dass ihr erst mal euren Weg “frei schaufeln” müsst. Viel Spass.  Für Abends empfehle ich den lokalen Pizza-Lieferservice, ein beruhigendes Gläschen Wein, Musik und Ruhe für all die Impressionen, Geschichten austauschen, Kärtchen lesen und die Füsse hochlegen Nehmt euch bitte nicht zu viel vor.  

 

Bonus Tipp: 

Lasst euch von niemand reinreden (oder gar überzeugen)! Denkt stets daran: das ist eure Hochzeit und diese darf so nach euren Wünschen stattfinden. Hört auf euer Bauchgefühl.  

 

Alles Liebe,

Eure Anna
Annaluxe.ch